Ortsgeschichte und Sagen um Stangerode
Die Sage vom Kuttenzins oder die Geschichte vom Mordstein
Lichtermännchen
Die alten Harzer glaubten, die Seelen Verstorbener gingen in so genannten „Irrlichtern“ oder „Lichtermännchen“ umher. Auch von den Tälern um Stangerode liegen Berichte über diese Erscheinungen vor. So berichtete Böttchermeister Röse, sein Vater und dessen Bruder hätten, wenn sie vom Holzfällen durch das Einetal heimgingen, Lichter am Flusse hin- und herhüpfen sehen. Kamen sie den Lichtern jedoch nahe, seien sie verschwunden. Weiter berichtete Röse von einer Erscheinung im Schwennecketal. Dort sei unmittelbar vor ihm eine Flamme aufgestiegen, die sich dann immer größer werdend den Hang hinauf bewegte und dort schließlich als ansehnlicher Feuerball verschwand.
Itschkensteine
Am Feldweg von Stangerode nach Wiesenrode liegen auf einem Anger drei große Steine, die Itschkensteine. Unter ihnen, so erzählen sich die alten Stangeröder, sei ein Schatz vergraben. Diesen Schatz könne jedoch nur Derjenige finden und heben, der von einer Schlange gegessen hätte. Da das Schlangenessen in diesen Breiten noch nicht sehr verbreitet ist, wird der Schatz wohl noch einige Zeit vergraben bleiben.