Harzburgen Burg Arnstein Ca. 6 km in nordöstlicher Richtung, bei Harkerode, steht die Burgruine Arnstein. Seit Gründung der Stadt Arnstein ist die Burg nicht nur Wahrzeichen des Einetals sondern auch Symbol im Wappen der neuen Stadt. Die Ruine ist ohne Eintritt frei zugänglich. Vom Burgparkplatz an der Landstraße (L 227) zwischen Sylda und Harkerode führt ein Wanderweg zur Burg. Gut erhalten, weil restauriert, ist der Palas mit Tonnengewölbe. Über eine neue Wendeltreppe wird die erste Etage des Palas erklommen. Von da aus bietet sich ein schöner Blick über Harkerode ins Einetal.
Von vielen Burgen gibt es Berichte über mysteriöse Geheimgänge. Diese sind jedoch in den meisten Fällen Phantasiegebilde oder schon seit hunderten Jahren nicht mehr auffind- oder begehbar. Auf der Burg Arnstein kann heute noch ein richtiger „Geheimgang“ besichtigt werden. Der Gang beginnt am Fuß der Burgberges, wo sich einst die Unterburg befand, in einem ehemaligen Bierkeller und führt durch einen fast senkrechten Schacht, der vielleicht mit Treppen oder Leitern versehen war, in den unteren Raum im Bergfried. Auch das Kellergewölbe unter dem Hauptgebäude ist von der Unterburg erreichbar. Aber auch durch ihre Gestalt, auf dem Bild deutlich zu sehen, hebt sich die Burg von anderen ab. Vor dem zu ebener Erde liegenden Eingang stehend erscheint einem das fünf Stockwerke zählende Hauptgebäude mit dem angebauten Bergfried fast wie ein Hochhaus. Der Erbauer konnte wohl von dem schönen Blick über den Harz nicht genug bekommen. Burg Falkenstein-Museum Eine der besterhaltenen Burgen des Harzes stammt aus dem 12. Jh. Der älteste Raum der Burg ist die Burgkapelle aus dem 13. Jh., geziert mit Deckenmalerei und dem Gestühl aus dem 16 Jh. Unvergesslich der Ausblick vom 36 m hohen Bergfried. Auf Veranlassung des damaligen Burgherren, Graf Hoyer von Falkenstein, übersetzte Eike von Repkow zwischen 1220 und 1230 hier den Sachsenspiegel aus dem Lateinischen ins Niederdeutsche. Die Burg kann ganzjährig besichtigt werden. Das Museum, die Falknerei und die gepflegte Gastronomie machen die Burg Falkenstein zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Harzes. Es empfiehlt sich, die Burg vom Selketal aus zu ersteigen. Vom Gartenhaus aus besteht die Möglichkeit, die Burg bequem per Kutsche oder Bimmelbahn zu erreichen. Von Stangerode aus ist der Falkenstein ein lohnendes (Rad-) Wanderziel. Schildmauer und Bergfried Weißkopfseeadler der Burgfalknerei Museum Alter Falkenstein - Selketalblick Unter der Herrschaft des deutschen Kaisers Heinrich IV. wurde die Reichsburg auf einem Felsrücken hoch über dem Selketal errichtet. Architekt war der schwäbische Geistliche und spätere Bischoff Benno II. von Osnabrück. Nach der Schlacht am 11. Februar 1115 bei Welfesholz wurde die Burg von den damals gegen die Truppen des letzten Salierkaisers Heinrich V. siegreichen Sachsen unter der Führung des sächsischen Herzogs Lothar von Supplingenburg geschliffen und danach nicht wieder aufgebaut. Die nach der Schlacht erstarkten lokalen Dynastien errichteten eigene Burgen, wie die Burg Anhalt (Askanier), den Falkenstein und die Burg Arnstein. Neben Resten der Ringmauer und dem noch heute in seinen Ausmaßen beeindruckenden Burggraben bietet sich dem Wanderer ein bezaubernder Blick ins Selketal, der zum Verweilen und Rasten einlädt. Ein Kreuz erinnert an den hier am 11. Juli 2003 tödlich verunglückten Heimatforscher und Bodendenkmalpfleger Hans Reißmann.
Ruine der Burg Alt-Morungen Um 1200 aufgegebene Reichsburg der salischen Kaiser. Gelegen an der Landstraße (L 231) zwischen Morungen und Großleinungen. Nach Morungen der erste Waldweg in nördliche Richtung der Beschilderung ca. 1,2 km folgen. Am Fuße des Burgberges, unterhalb des Burgwalls, befindet sich ein kleiner Steinbruch. Neben dem Tiefen Burggraben sind an der Südseite zum Tal noch Mauerreste der auf einem Felssporn errichteten Kernburg erhalten.
Susenburg (Sausenburg) Über die Susenburg wissen wir eigentlich kaum etwas. Mit ungetrübtem Blick hoch oben (479 m NN) auf einem von der Bode umflossenen Bergsporn lädt die Anlage daher zu eigenen Überlegungen ein. Von wem und zu welchem Zweck wurde die Burg errichtet? Wer waren ihre Besitzer? Bis wann wurde sie genutzt? Wie kam sie zu ihrem Namen? Soviel steht fest: Die wirklich atemberaubende Aussicht von dem Felsen aus graulichem Quarz, in den weiße Quarzkörner eingesprengt sind, wie Goethe am 7. September 1784 auf seiner Harzreise feststellt, war mit Sicherheit ein entscheidender Standortfaktor für ihre Bauherren. Und unterhalb der Burganlage befindet sich die Furt des alten Trogweges durch die Bode (Große Trogfurt). Vielleicht heißt sie Susenburg, weil einst eine schöne Prinzessin „Suse“ dort hauste. Oder sauste der Wind schon damals so scharf um den Bergsporn, wie heute. Die Geschichte der Burg, die mit sieben Gräben ca. 160 m Länge und 60 m Breite vielleicht als Festung geplant war, beginnt vermutlich in der Zeit Heinrich des I. (876–936). Wir wissen auch nicht, ob sie jemals fertig gestellt wurde. 1265 bis 1285 wird sie nur als Holzstätte der Grafen zu Regenstein erwähnt. 1555 heiß es im Inventar der Stolbergschen Hüttenwerke im Amt Wernigerode kurz und prägnant: "sousenburgk, doruff ist ein Bergfried". Ab 1700 war die Immobilie unverkäuflich. Wer heute die Reste des Bergfrieds besichtigen möchte, muss wieder ins Bodetal hinab. Als relativ sicher gilt, dass die Reste des Bergfrieds der Susenburg im 18. Jahrhundert als Baumaterial für die flussaufwärts gelegene Trogfurter Brücke dienten.
Weg: Grillenburg
Güntersburg Die Ruine der Güntersburg befindet sich etwa zwei Kilometer südwestlich der kleinen Stadt Güntersberge. Sie liegt oberhalb eines Bergsees auf dem 485 Meter hohen Kohlberg. Die Güntersburg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert erbaut. Als Baumaterial für die Gebäude diente vorwiegend Holz. Heute ist nur noch sehr wenig über die Geschichte und die einstige Funktion der Burg bekannt. Sie wurde erstmals im Jahre 1281 urkundlich erwähnt und war am Ende des 16. Jahrhunderts bereits wüst. Zuletzt wurde die Burg wohl nur noch von üblen Raubrittern bewohnt. Aus dieser Zeit stammen auch die Sagen vom Raubritter mit dem Handelsmann und der Schlossjungfer, die bis heute auf der Burg ihr Unwesen treibt und ahnungslose Urlauber aufscheucht, die es sich noch zur Geisterstunde wagen, die Reste der Burg zu besichtigen. Weg: Güntersberge an der B 242 (Clausstraße). Park und Rastmöglichkeiten am Eiscafé "Am Bergsee". Gestärkt geht es dann unterhalb der Staumauer zum Kohlberg. Dort befindet sich eine Wandertafel.
Ebersburg Um 1182 errichtete Anlage des Pfalzgrafen und späteren Landgrafen Hermann I. Später im Besitz der Wettiner und Lehen der Grafen zu Stolberg. Die Burg ist zusammen mit den Ringwällen Allzunah und der Ruine Friedenwald Bestandteil einer Gruppe. Seit dem 17. Jh. ist die Burg nicht mehr bewohnt. Zu erreichen ist die Anlage über den Ort Herrmannsacker zwischen Rottleberode und Ilfeld. Vom Parkplatz ca. 1 km langer Wanderweg. Die Anlage wird mit der Hilfe des "Verein für lebendiges Mittelalter e.V."umfassend saniert und vor dem völligen Verfall gerettet.
Heimburg
Bodfeld (Pfalz) Jagdhof der deutschen Kaiser und Könige Um 935 der erste besiedelte Ort auf dem Harzplateau. Als Gründer der Anlage wird König Heinrich I.,der Vogler, vermutet, der hier zur Jagd weilte. Fast alle Herrscher zwischen 944 und 1068 nutzten Bodfeld zur Jagd. Im Jahre 1056 starb hier Kaiser Heinrich III. - ein Ereignis mit folgen für die deutsche Geschichte. 1194 verletzte sich hier Heinrich der Löwe bei einem Sturz vom Pferd. Später entwickelte sich aus der Anlage ein Dorf, dessen Bewohner aber bald nach Elbingerode siedelten. Die um 1870 hier ausgegrabene Kirche war vermutlich schon um 1206 verfallen. Im 16. Jh. entstand unter der Burg eine Eisenhütte. Aus dieser Zeit stammen die Bezeichnungen Könighof, Könighütte und Rothehütte. Weg: An der K 1347 zwischen Heimburg und Elbingerode. Auf Wanderkarten als Ruine gekennzeichnet.
Stecklenburg |












