Stangerode im Harz
Stangerode im Harz

Burg Falkenstein

Weißkopfseeadler der Falknerei

Eine der besterhaltenen Burgen des Harzes stammt aus dem 12. Jh. Der älteste Raum der Burg ist die Burgkapelle aus dem 13. Jh., geziert mit Deckenmalerei und dem Gestühl aus dem 16 Jh. Unvergesslich der Ausblick vom 36 m hohen Bergfried. Auf Veranlassung des damaligen Burgherren, Graf Hoyer von Falkenstein, übersetzte Eike von Repkow zwischen 1220 und 1230 hier den Sachsenspiegel aus dem Lateinischen ins Niederdeutsche. Die Burg kann ganzjährig besichtigt werden. Das Museum, die Falknerei und die gepflegte Gastronomie machen die Burg Falkenstein zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Harzes. Es empfiehlt sich, die Burg vom Selketal aus zu ersteigen. Vom Gartenhaus aus besteht die Möglichkeit, die Burg bequem per Kutsche oder Bimmelbahn zu erreichen. Von Stangerode aus ist der Falkenstein ein lohnendes (Rad-) Wanderziel. Einmalig sind die geheimen Schatzkammern, in denen die letzten privaten Burgherren 1945 ihre Wertsachen vor der heranrückenden Sowjetarmee in sicherheit brachten. Die Verstecke wurden erst nach 1990 preisgegeben und könen jetzt besichtigt werden.

Alter Falkenstein

Selketalsicht vom Alten Falkenstein

 

Unter der Herrschaft des deutschen Kaisers Heinrich IV. wurde die Reichsburg auf einem Felsrücken hoch über dem Selketal errichtet. Architekt war der schwäbische Geistliche und spätere Bischoff Benno II. von Osnabrück. Nach der Schlacht am 11. Februar 1115 bei Welfesholz wurde die Burg von den damals gegen die Truppen des letzten Salierkaisers Heinrich V. siegreichen Sachsen unter der Führung des sächsischen Herzogs Lothar von Supplingenburg geschliffen und danach nicht wieder aufgebaut. Die nach der Schlacht erstarkten lokalen Dynastien errichteten eigene Burgen, wie die Burg Anhalt (Askanier), den Falkenstein und die Burg Arnstein. Neben Resten der Ringmauer und dem noch heute in seinen Ausmaßen beeindruckenden Burggraben bietet sich dem Wanderer ein bezaubernder Blick ins Selketal, der zum Verweilen und Rasten einlädt. Ein Kreuz erinnert an den hier am 11. Juli 2003 tödlich verunglückten Heimatforscher und Bodendenkmalpfleger Hans Reißmann.
Weg: In der Ortsmitte von Pansfelde westlich in die Waldstraße abbiegen und diese bis zum Ortsausgang fahren (Parkmöglichkeit). Von hier aus dem Weg in nord-westliche Richtung folgen. Der Waldweg führt etwa 3,5 km geradeaus direkt zur Burgruine. Am Ende des langen geraden Waldweges teilt sich der Weg. Hier halb rechts über eine kleine Wiese. Ein kurzes Stück im Wald, dann links den Weg in nord-westlicher Richtung.

Stangerode Erholungsort im Harz

Stangerode Ortsmitte

Stangerode gehört seit 2010 zur Stadt Arnstein. Der Ort hat ca. 350 Einwohner und liegt 203 m über dem Meeresspiegel. Aufgrund seiner Lage und ausgezeichneten Luft ist Stangerode staatlich anerkannter Erholungsort. Stangerode steht aufgrund seiner Ursprünglichkreit und Naturnähe für "Sanften Tourismus". 

Ferienhaus Alte Försterei Stangerode
Ferienwohnungen Haus an der Eine