Stangerode im Harz
Stangerode im Harz

Burgruine Arnstein

Arnstein

Ca. 6 km in nordöstlicher Richtung, bei Harkerode, steht die Burgruine Arnstein. Seit Gründung der Stadt Arnstein ist die Burg nicht nur Wahrzeichen des Einetals sondern auch Symbol im Wappen der neuen Stadt. Die Ruine ist ohne Eintritt frei zugänglich. Vom Burgparkplatz an der Landstraße (L 227) zwischen Sylda und Harkerode führt ein Wanderweg zur Burg. Gut erhalten, weil restauriert, ist der Palas mit Tonnengewölbe. Über eine neue Wendeltreppe wird die erste Etage des Palas erklommen. Von da aus bietet sich ein schöner Blick über Harkerode ins EinetalDer Arnstein war neben der Burg Falkenstein die wichtigste Burg des Ostharzes. Der Berg, auf dem sich die Burg befindet, diente einigen Quellen zufolge schon seit 870 als Zufluchtsort. Vermutet wird zu nächst eine Volksburg und später, nach Abzug der Sachsen im Zusammenhang mit der Schlacht bei Welfesholz, ein erster Herrensitz, der vermutlich zwischen 1130 und 1135 errichtet wurde. Die ersten richtigen und somit Namen gebenden Burgherren waren die dem Schwabenstamme der Arnen entsprossenen Edlen von Arnstein. Die bekanntlich bald zurückgekehrten Sachsen wollten sich mit den Zugewanderten Schwaben nicht so recht anfreunden, so dass deren Geschichte ein schnelles, sicherlich nicht ganz gewaltfreies, abruptes Ende nahm. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts waren die Arnsteiner in der Hauptlinie jedenfalls ausgestorben. Die Burg fiel zunächst an die benachbarten Valkensteiner (mit „V“ geschrieben!). Nachdem auch dieses Geschlecht den Wirren der Geschichte, in diesem Falle dem Zölibat des letzten Grafen von Valkenstein, zum Opfer gereichte, ging die Grafschaft Valkenstein (zu dieser Zeit vielleicht schon mit „F“ geschrieben, das sah man im Mittelalter nicht so eng) zusammen mit der erworbenen Grafschaft Arnstein auf das Bistum Halberstadt über. Dies gefiel dem Schwager des letzten Falkensteiner Grafen mit Nichten, denn er beanspruchte für seine Gattin, die Schwester des Grafen, die Erbschaft. Immerhin umfassten beide Grafschaften das Gelände zwischen Rammelburg im Süden, Dankerode im Westen, Welbsleben im Norden und Wiederstedt im Osten. Da ihm der Regenstein am nördlichen Harzrand, auf dem er hauste, schon lange zu zugig war, die Heizkosten ins Unermessliche stiegen und seine Frau sicherlich auch den ganzen Tag nörgelte, wie schön es dagegen doch im Einetal sei, beschloss er, die Erbschaft dem Bistum mit Gewalt abzunehmen. Dies brachte ihm den Namen Graf vom Regenstein, der Raubgraf, ein. Lange lies das Bistum nicht auf sich warten, holte zum Gegenschlag aus und nahm dem Raubgrafen, getreu dem Motto „Drei Burgen sind zu viel.“ den Falkenstein wieder ab. Bevor ihm das Bistum auch noch den Rest der schwer erkämpften Erbschaft abnehmen konnte, verkaufte er die Grafschaft Arnstein 1387 an die Grafen von Mansfeld, die in dem Ruf standen, sich so schnell nichts abnehmen zu lassen. Mit dem Erlös von 7000 Gulden zog er sich wieder auf seinen zugigen Regenstein zurück – die Heizkosten für die nächsten Winter in der Tasche. Die Grafen von Mansfeld – Arnstein nutzten die Burg über 200 Jahre als Wohnsitz bis die Immobilie dermaßen runtergekommen war und nur noch ein Umbau zum Wohnschloss das Ansehen der Familie retten konnte. Die Baufinanzierung stand aber offenbar auf so wackeligen Füßen, dass nach 1570 die Sequestration durch Kursachsen und Magdeburg erfolgte und die Burg schließlich 1678 durch Verpfändung in den Besitz der Freiherren von Knigge ging. Nach dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) waren die Immobilienpreise sicherlich auf ihrem Tiefststand. Maximilian Friedrich Casimir Freiherr von Knigge hatte vier Söhne, die nichts im Mansfeldschen hielt. Der älteste wurde fürstlich braunscheig-wolfenbüttler Geheimrat, der zweite britischer und kurbraunschweiger Land- und Schatzrat, der dritte stand als Oberstwachtmeister und der jüngste als Rittmeister in königlich polnischen und kursächsischen Diensten. Sie ahnen es bereits, das Ende des Arnsteins war gekommen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war der Arnstein dem Verfall preisgegeben. Von vielen Burgen gibt es Berichte über mysteriöse Geheimgänge. Diese sind jedoch in den meisten Fällen Phantasiegebilde oder schon seit hunderten Jahren nicht mehr auffind- oder begehbar. Auf der Burg Arnstein kann heute noch ein richtiger „Geheimgang“ besichtigt werden. Der Gang beginnt am Fuß der Burgberges, wo sich einst die Unterburg befand, in einem ehemaligen Bierkeller und führt durch einen fast senkrechten Schacht, der vielleicht mit Treppen oder Leitern versehen war, in den unteren Raum im Bergfried. Auch das Kellergewölbe unter dem Hauptgebäude ist von der Unterburg erreichbar. Aber auch durch ihre Gestalt, auf dem Bild deutlich zu sehen, hebt sich die Burg von anderen ab. Vor dem zu ebener Erde liegenden Eingang stehend erscheint einem das fünf Stockwerke zählende Hauptgebäude mit dem angebauten Bergfried fast wie ein Hochhaus. Der Erbauer konnte wohl von dem schönen Blick über den Harz nicht genug bekommen. 

Stangerode Erholungsort im Harz

Stangerode Ortsmitte

Stangerode gehört seit 2010 zur Stadt Arnstein. Der Ort hat ca. 350 Einwohner und liegt 203 m über dem Meeresspiegel. Aufgrund seiner Lage und ausgezeichneten Luft ist Stangerode staatlich anerkannter Erholungsort. Stangerode steht aufgrund seiner Ursprünglichkreit und Naturnähe für "Sanften Tourismus". 

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