Stangerode im Harz
Stangerode im Harz

Geschichte des Ortes Stangerode

history

"Das erste Dorf an der Eine, gen Arnstein gehörig, ist Stangerode, denn die anderen beyde darüber, Abberode und Steinbrücken, gehören gen Rammelburg. Es liegt aber dieses Dorf eine kleine Meile von Arnstein vor dem Hartz mitten im Gehültze in einem Grunde und wenn von großem Regen oder zu Tauwetters Zeiten die Eine, Leine und Wibeck sich ergießen, so liegt Stangerode wie ein kleines Venedig im Wasser, daß man truckenem Fußes darzu nicht kommen kann. Hat sonst allda gar gute Viehzucht. Am Dorf gegen Mitternacht liegt ein Berg, der Herren Moseberg genannt, gegen Mittag der Hanberg. Über den Teichen daselbst hat es einen Brunnen, heißet der Glockenbrunnen"

 

Cyriacus Spangenberg (1528 - 1604)

Vor 1200      
Der Ort gehört zum Burgbezirk der Moseburg
1216            
Erste urkundliche Erwähnung des Ortes „Stangerodt“
vor 1387      
Entstehung der Sage vom Kuttenzins oder Thomaspfennig
um 1430       
Stangeröder erbringen Frondienste auf der Burg Falkenstein. Der Kuttenzins wird von den
Stangerödern an das Kloster Konradsburg, dann an die vom Arnstein, und zwischenzeitlich an
den Falkenstein erbracht.
1448/49       
Der Ort ist vermutlich von der Pestwelle in Norddeutschland betroffen. Viele Bewohner sterben.
1497             
Erwähnung eines Müllers Moritz Daniel der im Ort Bier brauen wollte. Am 21. Oktober dieses
Jahres wurde das halbe Dorf durch einen Brand vernichtet.
um 1500       
Ein betrunkener Gast erschlägt seinen Wirt mit einem Beil.
1506             
Graf Albrecht zu Mansfeld kauft seinem Vetter Graf Ernsten das Schloss und die Mark Wippra mit
allem Zubehör für 2000 Gulden ab. „Darunter auch sechzehnten Stück Saltzes gewesen, so die
Gemeinde zu Stangerode jährlich gen Wippra geben müssen.“
1526             
Ein Bauernknecht verunglückt in der „Leimengrube“1545. Auf Ansuchen Lewin Lenzen und
Volkmar Amtmanns gestatten die Grafen von Mansfeld den Einwohnern von Stangerode eine
eigene Kirche zu bauen. Zum Bau der Kirche gaben Lewin Lenzen 34 fl., Volkmar Amtmann 30 fl.
und die Gemeinde Steine und Holz. Zwei (gebrauchte) Glocken wurden von den Grafen zur
Verfügung gestellt. Die eine Glocke stammte von der Stachelkirche S. Eustachii in Walbich
(Walbeck?) das zweite Glöcklein aus einer Kirche vor dem Arnstein. Am 28. September wurde
die St. Salvatoris Kirche von Michael Cölius eingeweiht. Ein Jahr später wurden der neuen Kirche
aus der Stiftskirche vom Schloss Mansfeld ein goldener Kelch, 2 Messingleuchter, ein
Messgewand und andere Kirchenausstattungen zur Verfügung gestellt.

 

Stangerode Erholungsort im Harz

Stangerode Ortsmitte

Stangerode gehört seit 2010 zur Stadt Arnstein. Der Ort hat ca. 350 Einwohner und liegt 203 m über dem Meeresspiegel. Aufgrund seiner Lage und ausgezeichneten Luft ist Stangerode staatlich anerkannter Erholungsort. Stangerode steht aufgrund seiner Ursprünglichkreit und Naturnähe für "Sanften Tourismus". 

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